Was ist der Unterschied zwischen Mild-, Voll- und Plug-in-Hybrid?
Alle drei kombinieren einen Verbrennungsmotor mit einem Elektromotor. Der Mildhybrid unterstützt den Motor nur und fährt nie rein elektrisch. Der Vollhybrid fährt einige Kilometer elektrisch und lädt sich beim Bremsen und Fahren selbst. Nur der Plug-in-Hybrid hat einen Stecker und eine grosse Batterie für längere elektrische Strecken.
| Art | Stecker | Rein elektrisch |
|---|---|---|
| Mildhybrid | Nein, oft 48-Volt-Batterie | Nein, nur Unterstützung |
| Vollhybrid | Nein, lädt sich selbst | Einige wenige Kilometer |
| Plug-in-Hybrid | Ja, grössere Batterie | Rund 40 bis 100 Kilometer |
So beschreibt es der TCS in seinem Ratgeber zu Hybridfahrzeugen. Die Abkürzungen MHEV, HEV und PHEV stehen für dieselben drei Arten.
Muss ein Hybrid an die Steckdose?
Nur der Plug-in-Hybrid. Mild- und Vollhybrid haben keinen Ladeanschluss, ihre Batterie lädt sich beim Bremsen und über den Motor. Ein Plug-in-Hybrid fährt auch ohne Laden weiter, dann aber mit dem Verbrennungsmotor und dem Gewicht einer grossen Batterie, die er nicht nutzt.
Ein reines Hybridfahrzeug kann laut TCS nicht an der Steckdose geladen werden. Beim Plug-in-Hybrid entscheidet das Laden über den Verbrauch. Laut Empa kann ein selten geladener Plug-in-Hybrid wegen Batterie und Elektromotor sogar mehr verbrauchen als ein vergleichbarer Benziner (Empa, 16.07.2026).
Wie viel verbraucht ein Plug-in-Hybrid wirklich?
Im Schnitt deutlich mehr als angegeben. Die EU-Kommission hat die Verbrauchsmesser in den Autos ausgewertet. Plug-in-Hybride mit erster Zulassung 2021 stiessen im Alltag im Schnitt 3,5-mal so viel CO₂ aus wie im Typentest, rund 4 Liter pro 100 Kilometer mehr. Bei Benzinern lag die Lücke bei 23,7 Prozent.
Die Zahlen stehen im ersten Bericht der EU-Kommission zu realen CO₂-Emissionen vom 18.03.2024. Die Empa hat zwölf aktuelle Plug-in-Hybride bei 23 und bei minus 7 Grad gemessen. Kälte, Heizung und zügiges Fahren kürzen die elektrische Reichweite stark, und der Verbrennungsmotor springt früher und öfter an.

Für wen lohnt sich ein Plug-in-Hybrid?
Für alle, die zu Hause oder am Arbeitsplatz laden können und die meisten Strecken innerhalb der elektrischen Reichweite fahren. Wer selten laden kann oder oft lange Strecken fährt, nutzt die grosse Batterie kaum. Für ihn ist ein Vollhybrid oder ein Benziner die einfachere Wahl.
Laut TCS reicht eine volle Batterie für rund 40 bis 100 Kilometer. Jeder Kilometer mit Strom spart Benzin. Mit leerer Batterie fährt der Plug-in-Hybrid mit Benzin und trägt das Gewicht der Batterie mit.
Ohne Lademöglichkeit bringt der Stecker nichts. Wer ganz elektrisch fahren will, findet Preise und Batterie-Tipps im Ratgeber Elektroauto als Occasion kaufen.
Was kostet ein Hybrid als Occasion?
Auf AutoScout24 kostet ein gebrauchter Plug-in-Hybrid im Median CHF 36’910, ein Mildhybrid CHF 32’999 und ein Vollhybrid CHF 25’895. Alle drei sind im Median Jahrgang 2023. Ein Teil des Unterschieds kommt von den Modellen, die es mit dem jeweiligen Antrieb gibt.
| Antrieb | Inserate | Preis | Kilometer |
|---|---|---|---|
| Plug-in-Hybrid Benzin | 7’610 | CHF 36’910 | 38’152 km |
| Mildhybrid Benzin | 8’665 | CHF 32’999 | 31’800 km |
| Vollhybrid Benzin | 3’176 | CHF 25’895 | 36’775 km |
| Benziner ohne Hybrid | 67’334 | CHF 19’900 | 91’000 km |
Besser vergleichbar ist derselbe Jahrgang: Mit Jahrgang 2021 kostet ein Plug-in-Hybrid im Median CHF 29’750, ein Vollhybrid CHF 21’900 und ein Benziner CHF 25’900. Was Ihr Modell heute wert ist, zeigt die Marktwert-Schätzung für Ihren Hybrid.

Wie schnell verkauft sich ein Hybrid als Occasion?
Ein Vollhybrid ist so schnell weg wie ein Benziner, ein Plug-in-Hybrid deutlich langsamer. Inserate gebrauchter Vollhybride standen im Median 29 Tage online, Benziner 31, Mildhybride 46 und Plug-in-Hybride 49 Tage. Gemessen an allen Occasionen, die in den letzten 120 Tagen von AutoScout24 verschwunden sind.
| Antrieb | Tage online, Median | Mit Preissenkung |
|---|---|---|
| Vollhybrid Benzin | 29 | 18,5 % |
| Benziner ohne Hybrid | 31 | 19,5 % |
| Mildhybrid Benzin | 46 | 25,0 % |
| Plug-in-Hybrid Benzin | 49 | 24,8 % |
Jeder vierte Plug-in-Hybrid wurde während des Inserats mindestens einmal günstiger. Für Käufer heisst das Verhandlungsspielraum, für Verkäufer Geduld oder ein Preis nahe am Marktwert. Wie stark der Preis die Dauer bestimmt, zeigt der Ratgeber wann man ein Auto am besten verkauft.

Worauf achte ich beim Kauf eines gebrauchten Plug-in-Hybrids?
Auf die Batterie, das Ladekabel und die Garantie. Lassen Sie den Zustand der Hochvoltbatterie messen und prüfen Sie, ob das Ladekabel dabei ist. Fragen Sie auch, wie lange die Garantie auf die Batterie noch läuft. Eine Probefahrt mit voller Batterie zeigt, ob die elektrische Reichweite zu Ihren Strecken passt.
Der TCS bietet einen Batterietest für Plug-in- und Elektroautos an, der die nutzbare Energie mit dem Neuzustand vergleicht. Alles Weitere gilt wie bei jeder Occasion: Fahrzeugausweis, Serviceheft und MFK-Stand. Was der Verkäufer zum Zustand der Batterie verspricht, schreiben Sie in den Kaufvertrag mit Vorlage.