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Auto verkaufenAlle 4 Beiträge

Kaufvertrag Auto: Vorlage zum Ausfüllen und was hineingehört

Ein Kaufvertrag für ein Auto hält fest, wer was zu welchem Preis und in welchem Zustand verkauft. Hinein gehören beide Parteien, Stammnummer und Fahrgestellnummer, Kilometerstand, Preis, Zahlungsart, der Zeitpunkt der Übergabe und die Abrede zur Gewährleistung. Die Vorlage auf dieser Seite füllen Sie im Browser aus und drucken sie zweimal.

Prisradar Redaktion8 Fragen

Titelbild zum Ratgeber: Kaufvertrag Auto: Vorlage zum Ausfüllen und was hineingehört

Braucht es für den Autoverkauf einen schriftlichen Kaufvertrag?

Nein, das Gesetz verlangt dafür keine Form, ein Kaufvertrag über ein Auto gilt auch mündlich. Schriftlich ist er trotzdem dringend zu empfehlen. Nur ein unterschriebenes Blatt beweist später, welcher Kilometerstand galt, was zugesichert war und ob die Gewährleistung ausgeschlossen wurde.

Eine besondere Form braucht ein Vertrag nur, wo das Gesetz sie vorschreibt (Art. 11 Obligationenrecht). Für den Kauf eines Autos tut es das nicht. Ein Streit entsteht aber erst nach der Übergabe, und dann zählt, was auf Papier steht.

Am häufigsten braucht es den Vertrag zwischen Privatpersonen. Auf tutti stammen 43’166 von 95’510 Auto-Inseraten von Privatpersonen, das sind 45 Prozent. Auf AutoScout24 sind es 8 Prozent (unsere Auswertung vom 15.10.2026).

Kaufen Sie bei einem Händler, gilt dessen Vertrag. Prüfen Sie dort dieselben Punkte wie unten. Was beim privaten Autoverkauf in der Schweiz sonst zu beachten ist, steht in einem eigenen Ratgeber.

Balkendiagramm: Auf tutti stammen 45 % der Auto-Inserate von Privatpersonen, auf AutoScout24 8 %.
Auf tutti kommt fast jedes zweite Auto von einer Privatperson. Dort braucht es den Kaufvertrag am häufigsten.

Was gehört in einen Kaufvertrag für ein Auto?

Namen und Adressen beider Parteien, das Fahrzeug mit Stammnummer und Fahrgestellnummer, der abgelesene Kilometerstand, der Preis und die Zahlungsart. Dazu Datum, Uhrzeit und Ort der Übergabe, die mitgegebenen Unterlagen, bekannte Schäden und die Abrede zur Gewährleistung. Am Schluss unterschreiben beide Parteien.

Die wichtigsten Angaben und wo Sie sie finden
AngabeWo sie stehtWarum sie zählt
StammnummerFahrzeugausweisBezeichnet das Fahrzeug in der Schweiz eindeutig
FahrgestellnummerFahrzeugausweis und FahrzeugMuss mit dem Auto vor Ihnen übereinstimmen
KilometerstandTacho bei der ÜbergabeHält den Zustand am Tag der Übergabe fest
Uhrzeit der ÜbergabeVon Ihnen eingetragenAb dann trägt der Käufer die Gefahr für das Auto
Mitgegebene UnterlagenAusweis, Serviceheft, PrüfberichtBelegt, was übergeben wurde

Die Uhrzeit ist wichtiger, als sie aussieht. Ohne andere Abmachung gehen Nutzen und Gefahr schon mit dem Abschluss des Vertrags auf den Käufer über (Art. 185 OR). Wer am Montag unterschreibt und am Samstag übergibt, hält deshalb fest, dass die Gefahr erst mit der Übergabe wechselt. Die Vorlage unten tut das.

Den Preis setzen Sie am besten nach einem Blick auf den aktuellen Marktwert Ihres Autos.

Wo gibt es eine Vorlage für den Kaufvertrag?

Hier auf dieser Seite. Die Vorlage füllen Sie direkt im Browser aus, nichts wird gespeichert oder an uns geschickt. Mit «Vorlage drucken» kommt nur das Formular aufs Papier oder in ein PDF. Drucken Sie zwei Exemplare, beide Parteien unterschreiben beide, und jede behält eines.

Bezahlt wird nach dem Gesetz Zug um Zug: Geld gegen Auto, beides im selben Moment (Art. 184 Abs. 2 OR). Die Vorlage hält darum fest, dass Ausweis und Schlüssel erst mit dem ganzen Kaufpreis übergeben werden. Sie ist ein Muster ohne Gewähr. Bei Firmenfahrzeugen, Export oder einem laufenden Leasing lohnt sich der Blick einer Fachperson.

Was bedeutet «unfallfrei» im Kaufvertrag?

Wer «unfallfrei» in den Vertrag schreibt, sichert eine Eigenschaft zu. Für zugesicherte Eigenschaften haftet der Verkäufer, und zwar auch für Mängel, die er selbst nicht kannte. Schreiben Sie deshalb nur, was Sie wissen. «Dem Verkäufer sind keine Unfallschäden bekannt» ist ehrlicher und schützt Sie besser.

So steht es in Art. 197 Obligationenrecht: Der Verkäufer haftet für zugesicherte Eigenschaften und für Mängel, auch wenn er sie nicht gekannt hat. Hat er das Fehlen eines Mangels zugesichert, haftet er sogar für Mängel, die der Käufer selbst hätte sehen können (Art. 200 Abs. 2 OR).

In 2’455 von 42’310 privaten Inseraten mit Beschreibung auf AutoScout24 und tutti steht das Wort «unfallfrei», das sind 5,8 Prozent (Stand 15.10.2026). Was im Inserat steht, sollte im Vertrag nicht anders lauten. Wo die Grenze zwischen Bagatelle und Unfall liegt, erklärt der Ratgeber ab wann ein Auto als Unfallwagen gilt.

Wie schliesse ich die Gewährleistung als Privatverkäufer aus?

Mit einem klaren Satz im Vertrag, etwa: «Das Fahrzeug wird wie besichtigt und probegefahren verkauft, unter Ausschluss jeder Gewährleistung.» Das Gesetz erlaubt diesen Ausschluss. Er gilt aber nicht, wenn der Verkäufer einen Mangel arglistig verschwiegen hat. Bekannte Schäden gehören darum ausdrücklich in den Vertrag.

Die Grenze zieht Art. 199 OR. Ohne Ausschluss haftet der Verkäufer zwei Jahre ab der Übergabe (Art. 210 OR). Händler, die einer Privatperson eine Occasion verkaufen, dürfen diese Frist nicht unter ein Jahr verkürzen.

Viele Verkäufer schreiben den Ausschluss schon ins Inserat. 2’006 private Inserate enthalten Formeln wie «ohne Garantie» oder «wie besichtigt», 1’841 den Ausdruck «ab Platz» (Stand 15.10.2026). Sicher ist der Ausschluss aber erst, wenn er im unterschriebenen Vertrag steht. Als Käufer prüfen Sie das Auto sofort nach der Übergabe und melden einen Mangel sofort, sonst gilt das Auto als genehmigt (Art. 201 OR). Worauf Sie dabei schauen, steht im Ratgeber Occasion kaufen: worauf achten.

Balkendiagramm: In privaten Inseraten steht «ab MFK» zu 19,9 %, «unfallfrei» zu 5,8 % und ein Ausschluss zu 4,7 %.
Was im Inserat steht, gehört gleich lautend in den Vertrag. Verbindlich ist der unterschriebene Vertrag.

Wie sichere ich mich beim Bezahlen ab?

Übergeben Sie Auto, Schlüssel und Fahrzeugausweis erst, wenn der ganze Preis da ist. Das heisst bar in der Hand oder als Gutschrift auf Ihrem Konto, nicht als Screenshot einer Überweisung. Zählen Sie grosse Barbeträge am besten gemeinsam am Bankschalter. Verlangt jemand Ihre Kartendaten, um Ihnen Geld zu senden, ist es Betrug.

Das Bundesamt für Cybersicherheit warnt vor Phishing bei Kleinanzeigen. Ein angeblicher Käufer schickt einen Link oder einen QR-Code, über den Sie die Zahlung «bestätigen» sollen. Um Geld zu erhalten, müssen Sie nie Kreditkartendaten eingeben oder einen Code bestätigen. Screenshots, PDFs und E-Mails sind keine Bestätigung, nur der Eingang auf Ihrem Konto zählt.

Als Käufer gilt umgekehrt: keine Vorauszahlung für ein Auto, das Sie nicht gesehen haben. Die Schweizerische Kriminalprävention beschreibt den Fahrzeug-Vorschussbetrug, bei dem eine angebliche Transportfirma einen Vorschuss für ein Auto verlangt, das es nicht gibt. Schicken Sie auch keine Kopien persönlicher Dokumente an Unbekannte.

Was passiert mit Kontrollschildern, Fahrzeugausweis und Versicherung?

Die Kontrollschilder bleiben bei Ihnen, der Fahrzeugausweis geht an den Käufer. Schrauben Sie die Schilder vor der Übergabe ab. Der Käufer löst das Auto mit dem alten Ausweis und seiner eigenen Versicherung auf sich ein. Damit erlischt Ihr bisheriger Versicherungsvertrag für dieses Auto.

Die Schildnummer bleibt für Sie als Halter reserviert (Art. 87 Verkehrszulassungsverordnung). Für den Halterwechsel braucht der Käufer den alten Fahrzeugausweis (Art. 74 VZV). Rechte und Pflichten aus dem Versicherungsvertrag gehen beim Halterwechsel auf den neuen Halter über. Löst er das Auto mit einer anderen Versicherung ein, erlischt der alte Vertrag (Art. 67 Strassenverkehrsgesetz).

Kommt kein neues Auto, geben Sie die Schilder zurück oder hinterlegen sie. Hinterlegte Schilder lassen die Versicherung ruhen (Art. 68 Abs. 3 SVG). Im Kanton Zürich kostet das Hinterlegen für ein Jahr 50 Franken, das Vernichten nichts. Die Gebühren sind je Kanton verschieden.

Ablauf in sechs Schritten: Preis setzen, Vertrag unterschreiben, Geld prüfen, übergeben, Schilder abschrauben, einlösen.
Ausweis und Schlüssel erst, wenn das Geld da ist. Die Kontrollschilder bleiben bei der Verkäuferin oder dem Verkäufer.

Was gilt beim Verkauf eines Leasing-Autos?

Ein Leasing-Auto gehört der Leasinggesellschaft, nicht Ihnen. Steht im Fahrzeugausweis der Code 178 «Halterwechsel verboten», stellt das Strassenverkehrsamt ohne Zustimmung der Leasinggesellschaft keinen Ausweis auf den Käufer aus. Klären Sie deshalb vor dem Vertrag mit ihr, wie der offene Betrag abgelöst wird.

Grundlage ist Art. 81 Abs. 2 Verkehrszulassungsverordnung: Die Behörde verweigert den Ausweis auf einen neuen Halter, solange der Eintrag besteht. Freigeben kann ihn nur die Person oder Firma, die im Formular genannt ist, wie das Strassenverkehrsamt Zürich zum Code 178 beschreibt.

Als Käufer schauen Sie deshalb vor dem Bezahlen in den Fahrzeugausweis. Was ein laufendes Leasing monatlich kostet, zeigt der Leasingrechner mit Zinsprüfung. Wie sich Leasing-Restwert und Marktwert unterscheiden, erklärt der Ratgeber Restwert eines Autos berechnen. Ob der Verkauf an eine Garage einfacher ist, zeigt der Vergleich zwischen Garage und Privatverkauf.

Balkendiagramm: Occasionen unter Marktwert stehen im Median 18 Tage online, Fahrzeuge zum Marktpreis 58 Tage.
Aus unserem eigenen Verlauf: jedes Inserat, das offline geht, mit dem Preis, den es zuletzt hatte. Rechnet sich alle sechs Stunden neu.

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